Kolumnen zu folgendem Walter Kobéra

Wien: „Cachafaz“ von Oscar Strasnoy als groteske Reise zwische...

Helmut Christian Mayer

Es ist die Geschichte von zwei Außenseitern am Rande der Gesellschaft. Einer ist der Dieb und Betrüger Cachafaz, der andere sein Transvestitenfreund Raulito. Gemeinsam hausen sie in einer ranzigen Pension in Montevideo. Es ist eine Geschichte über Hunger, Gewalt und Macht und eine längst verrottete Gesellschaft. In einer Welt, in der es ihnen stets an Essen und Geld mangelt, sind beide bereit, grausame Dinge zu tun, um sich aus ihrer pekuniären Notsituation zu...


Wiener Kammeroper: "Der goldene Drache" von Peter Eötvös als O...

Helmut Christian Mayer

Fünf Asiaten arbeiten in der Küche des Thai-China-Vietnam-Restaurants „Der Goldene Drache“. Einer davon, ein Neuankömmling, leidet unter Zahnschmerzen. Wegen einer fehlenden Aufenthaltsberechtigung und mangels Geldes ist es für ihn jedoch unmöglich, zum Zahnarzt zu gehen. Weil die Schmerzen immer mehr zunehmen, ziehen ihm die Kollegen mit einer Rohrzange den Zahn, der in der Suppe einer im Lokal dinierenden Stewardess landet. An der nicht...


„Stallerhof“ von Gerd Kühr an der Neuen Oper Wien: Isolation m...

Helmut Christian Mayer

Die Musik schreit, bäumt sich auf, ist radikal. Sie schmeichelt aber auch, ist melodiös, feinnervig und man hört Anklänge an Volksmusik, Kinderliedern und Kirchenmusik. Und vor allem: Gerd Kühr illustriert in seinen vielschichtigen und komplexen Klängen seiner ersten Oper „Stallerhof“, dessen Uraufführung 1988 in München im Rahmen der Biennale höchst erfolgreich stattfand, ideal die Handlung. Damit ist dem aus Kärnten stammenden...