Kolumnen zu folgendem Asmik Grigorian

Staatsoper Hamburg: "Ich bin nicht krank" - "Ich habe vor niem...

Achim Dombrowski

Salome (Richard Strauss) Premiere am 29.10.2023  Staatsoper Hamburg  Kein richtiger Tanz der sieben Schleier der Salome, kein Blut, kein abgeschlagener Kopf des Jochanaan, keine Tötung Salomes -  funktioniert das?  Der Regisseur Dmitri Tcherniakov mit seinem bewährten Team Elena Zaytseva für die Kostüme und Gleb Flishtinsky für die Lichtregie zeigen eine Geburtstagsfeier für Herodes in einer geräumigen,...


Ein musikalischer Glanzpunkt der Salzburger Festspiele: Giusep...

Helmut Christian Mayer

 Leer ist die Bühne. Nur eine unfassbar lange Wartebank, wie von einem Bahnhof über fast die gesamte Breite ist zu sehen. Hier wartet Lady Macbeth auf den Arzt. Ein Tunnel mit Vorhängen wird hereingeschoben, hier wird sie gynäkologisch untersucht, was auf Videoprojektionen andeutungsweise zu sehen ist. Als sie vom Gynäkologen erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann, bricht sie fast zusammen. Das ist eine Schlüsselszenein Krzysztof Warlikowskis...


Grafenegg: Große Sommernachtsgala ohne großen Regen

Helmut Christian Mayer

„Già nella notte densa” („Nun in der nächt‘gen Stille“): Mit diesen Worten beginnt das Duett von Otello und Desdemona am Ende des ersten Aktes aus Giuseppe Verdis „Otello“, sicher eines der schönsten und bedeutendsten Liebesduette der gesamten Opernliteratur. Und es wirkte umso mehr, wenn es so berührend gesungen wurde, wie von Asmik Grigorian und Eric Cutler in Grafenegg in Niederösterreich: Zweifellos der finale aber...


Asmik Grigorian tastet sich weiter zu Wagner vor

Helmut Pitsch

Münchner Philharmoniker Asmik Gregorian Isarphilharmonie 26.4.2023 Asmik Grigorian tastet sich weiter zu Wagner vor Seit ihrer gefeierten Salome medienwirksam bei den Salzburger Festspielen tritt die Litauerin Asmik Grigorian an allen großen Bühnen auf. Breit ist ihr Repertoire und immer wieder begeistert ihr schauspielerisches Talent. Der junge bayerische Dirigent Thomas Guggeis hat ebenso eine frühe große Karriere geschafft. Als Einspringer für...


Dvoráks „Rusalka“ in London: Naturalistische, aber auch märche...

Helmut Christian Mayer

Zwei Nixen scheinen schwebend in einem Teich zu schwimmen, dessen kreisrunde Öffnung man von unten sieht. Überall hängen Schlingpflanzen dicht herunter. Große Steine, ein abgestorbener Baumstamm liegen auf der Bühne, Nebel steigen auf: So wunderbar naturalistisch aber auch mit entsprechenden Lichtstimmungen märchenhaft ist Antonín Dvoráks „Rusalka“ am Royal Opera House in London im ersten Akt zu sehen (Bühne: Cloe Lamford)....


Intensives Leiden und ausdruckstarke Leidenschaft bei Leos Jan...

Helmut Christian Mayer

Mit einem hochgeschlossenen, völlig schwarzen, puritanisch wirkenden Kleid, aufrechten Ganges, unerbittlich und streng: So erscheint die Küsterin bei ihrem Auftritt und bereitet dem ausgelassenen Fest ein jähes Ende. Eliška Weissová spielt diese Partie. In der Wiederaufnahme von Leos Janaceks Jenůfa, eines der packendsten und genialsten Musikdramen des 20. Jahrhunderts, an der Wiener Staatsoper - die Premiere war im März 2002 - ist sie eine atemberaubende,...