Kolumnen zu folgendem Günther Groissböck

Wagners "Tristan und Isolde" an der Wiener Kammeroper im reduz...

Helmut Christian Mayer

Es ist nie unproblematisch, ein vom Komponisten an sich orchestral groß dimensioniert erdachtes Werk in eine kammermusikalische Fassung zu pressen. Das Theater an der Wien wagt das Experiment, noch dazu mit Richard Wagners „Tristan und Isolde“, für Wagnerianer ein klangliches Narkotikum: In der Fassung für Kammerorchester von Matthias Wegele sitzen nur 20 Musiker im Graben, fünf Solisten singen und das Werk ist auf gut drei Stunden inklusive einer Pause...


Günther Groissböck im Wiener Stephansdom: Zum Raum wird hier d...

Helmut Christian Mayer

Edelste Töne, reich an Farben und Schattierungen tönten von der Pilgramkanzel herab, als Günther Groissböck seinen prachtvollen Bass erklingen ließ: Es war überhaupt das erste der „Wiener Dom-Konzerte“, einer neuen und strahlenden Wegmarke, veranstaltet von radio klassik Stephansdom, das jetzt live gestreamt wurde und auf Youtube noch nachgehört werden kann. Diesmal lautete das Motto „Parsifal im Dom“: Und wohin würde...


"Rosenkavalier" an der Wiener Staatsoper: Ein Ochs zum Niederk...

Helmut Christian Mayer

Sie gilt als die wienerischste aller Opern: „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss, eine jener phänomenalen Schöpfungen, die durch die kongeniale Zusammenarbeit des bayerischen Komponisten mit dem österreichischen Dichter Hugo von Hofmannsthal entstanden ist. Jetzt wurde dieses außergewöhnliche Musikdrama an der Wiener Staatsoper musikalisch vom neuen Musikchef Philippe Jordan neu einstudiert. Und leider wurde es wieder einmal wegen der Pandemie ohne...


"Simon Boccanegra" an der Wiener Staatsoper: Große Gestaltungs...

Helmut Christian Mayer

Plácido Domingo ist ein Phänomen. Schon wenn er die Bühne betritt, verströmt er enorme Präsenz und lässt bald das schwerwiegende Schicksal der verkörperten Figur erahnen, und dass nach einer etwa 60-jährigen Karriere. Vor sieben Jahren hat sich der Starsänger nur noch auf die Baritonrollen verlegt und singt jetzt im Alter von bald 80 Jahren auch den unglücklichen, ehemaligen Korsar „Simon Boccanegra“ von Giuseppe Verdi:...


Erster Liederabend an der Wiener Staatsoper: Reichschattierte ...

Helmut Christian Mayer

Nur ganz schütter war das Parkett besetzt. Die Logen, die Ränge, der Stehplatz völlig leer. Statt der möglichen weit über 2.000 Besucher verloren sich nur 100 Zuschauer im Publikum, mehr waren auf Grund der Covid19 Verordnungen ja nicht erlaubt. Man hatte sich sogar die Mühe gemacht, alle Klappflächen all jener Sitze zu entfernen, die man nicht anbieten durfte. Aber die Stimmung im Publikum war gut und man freute sich riesig, dass die Wiener Staatsoper...


At home gala der Metropolitan Opera zu Hause bei den Stars

Helmut Pitsch

Es ist die grösste wirtschaftliche Herausforderung der Metropolitan Opera in ihrer Geschichte und es geht darum, die Zukunft dieser renommierten Institution zu sichern erläutert der langjährige Intendant Peter Gelb in seiner Einführung zu einer vierstündigen Operngala der aussergewöhnlichen Art in aussergewöhnlichen Zeiten. Die Corona Krise trifft die kulturellen Institutionen hart, besonders hart in Ländern ohne den staatlichen Subventionsbetrieb...