Kolumnen zu folgendem Giuseppe Verdi

St. Margarethen/Burgenland: Beeindruckende Schaueffekte bei Ve...

Helmut Christian Mayer

Ein riesiger Pharaonensarkophag liegt oberhalb einer ausgedehnten Tempelanlage im Zentrum des Bühnenbildes. Auf die Wände des dominierenden Tempels werden ständig zur Handlung passende, alte ägyptischen Wandmalereien, Hieroglyphen, herabfallende Felsen, Feuer und Wasser projiziert. Auch die dahinter liegenden Felsen der Naturbühne des Steinbruchs werden miteinbezogen und immer wieder in verschiedene Farben getaucht. Beindruckend ist auch ein goldener,...


Ljubljana Festival: Verdis „Il trovatore“ vom Teatro Maggio Mu...

Helmut Christian Mayer

Einem Bonmot von Enrico Caruso zufolge wäre „Il trovatore“ („Der Troubadour“) ganz leicht zu besetzen, man bräuchte nur die vier besten Sänger der Welt. Vielleicht doch etwas sehr hoch gegriffen, aber unbestritten ist, dass die Partitur von Giuseppe Verdi enorme Anforderungen an die Hauptpartien stellt, für die es nicht leicht ist, adäquate Besetzungen zu finden. Beim Ljubljana Festival ist dieses Kunststück überwiegend gelungen,...


Klagenfurt: Boris Pinkhasovich als farben- und emotionsreicher...

Helmut Christian Mayer

„Ya vas lyublyu“ (Ich liebe sie). Es ist die leidenschaftliche, verzweifelte Arie des Jeletzki aus Pjotr Iljitsch Tschaikowski „Pique Dame“, die er leidenschaftlich und einnehmend schön sang: Zweifellos ein Höhepunkt des Konzertes von Boris Pinkhasovich bei Klassik im Burghof, einem kleinen aber feinem Festival in der Klagenfurter Innenstadt in Kärnten. Aus dem russischen Fach, in dem er sich auch am wohlsten fühlte, sang der aus St. Petersburg...


Rom - Hohe musikalische Qualität in traditionellem Glanz im ne...

Helmut Pitsch

Giuseppe Verdi Otello Teatro dell‘Opera di Roma 1.6.2024 Premiere Hohe musikalische Qualität in traditionellem Glanz - der neue Otello in Rom Wasser und Feuer sind für Allex Aguilera, dem Regisseur der Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Spätwerk Otello am Opernhaus der italienischen Hauptstadt, die tragenden Elemente. Das Unwetter zu Beginn symbolisiert Wasser sowie die Kraft und Macht des Titelhelden. Aber auch dessen Verletzlichkeit, wenn er seine Geliebte...


Staatsoper Hannover: Sechs Sprachen der Sprachlosigkeit

Achim Dombrowski

Staatsoper Hannover Messa da Requiem (Giuseppe Verdi) Szenische Aufführung Premiere am 31. Mai 2024 Die Totenmesse Giuseppe Verdis hat noch lange nicht den Reiz für szenische Umsetzungen in der Oper oder im Ballett verloren. In Hannover stellt sich ein Team um die Regisseurin Elisabeth Stöppler mit Katja Haß für die Bühne, Gesine Völlm für die Kostüme sowie Elana Siberski für die Lichtregie dieser Aufgabe. In einem...


Musikverein Graz: Imposante Stimmgewalten bei Verdis „Attila“ ...

Helmut Christian Mayer

„Du sollst das Universum haben aber überlasse Italien mir“: Nach diesem strahlenden Höhepunkt beim ersten persönlichen Zusammenprall des römischen Generals Ezio mit dem Hunnenkönig Attila, was von letzterem brüsk abgelehnt wird, brach in den italienischen Theatern stets ein Sturm der patriotischen Begeisterung aus, von Giuseppe Verdi mit mitreißender Musik geradezu herausgefordert. Nun, im Stefaniensaal, beim Musikverein Graz wurde nicht nur...